Eine Kalendersaison mit Calvendo

Veröffentlicht: Dienstag, 06. Februar 2018 Geschrieben von Tanja Stern

Der Kalenderverlag Calvendo gehört zur Cornelsen-Verlagsgruppe und bietet Selfpublishern eine Verkaufsplattform für ihre selbstgestalteten Kalender. Der Bedarf ist riesig, und es gibt in diesem Sektor keine Konkurrenz. Doch was hat das Portal tatsächlich zu bieten? Hier ein Selbsterfahrungsbericht.

Ich war gewarnt: Was das Internet unter dem Stichwort „Calvendo Erfahrungen“ preisgibt, klingt nicht gerade einladend: dürftige Vorlagen, magere Honorare, dafür umso saftigere Endverkaufspreise. Trotzdem war ich, nachdem ich den Kalenderverlag Calvendo entdeckt hatte, wild entschlossen, ihn zumindest eine Saison lang auszuprobieren, und durch kein Negativurteil abzuschrecken.

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Zahnersatztourismus in der Türkei - Angebote zwischen billig und preiswert

Veröffentlicht: Samstag, 22. April 2017 Geschrieben von Klaus W. Busch
Ein neuer Gastautor stellt sich vor: Klaus W. Busch ist Deutscher, lebt jedoch seit vielen Jahren in der Türkei. Seine Biographie könnte Bände füllen: Er ist durch 14 Länder gereist, hat sich in unzähligen Jobs versucht, kennt die da oben und die hier unten. Ganz nebenbei ist er auch ausgebildeter Zahntechniker und als solcher kompetent, über ein Thema zu schreiben, das ich bereits in meinem Beitrag "Zahnarzttourismus und Zahnarztpfusch - ein deutsch-polnischer Rechtsstreit" behandelt habe: den Medizintourismus ins Ausland.

 

Der Medizintourismus in der Türkei boomt nach wie vor. Im Jahr 2016 ließen sich nach Schätzungen etwa zweihunderttausend Menschen aus der Europäischen Union in der Türkei medizinisch behandeln.

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Kleine App mit großen Folgen - Buchdeals.de macht ebook-Werbung

Veröffentlicht: Dienstag, 01. März 2016 Geschrieben von Tanja Stern
Eher zufällig stieß ich beim Surfen auf das junge Unternehmen buchdeals.de, das ebook-Werbung für Autoren anbietet. Ich habe das Portal getestet und mit dem Betreiber gesprochen. Dieser Bericht ist der Auftakt einer kleinen Reihe zum Thema ebooks, das für Autoren immer mehr an Bedeutung gewinnt.

 

Ebooks gewinnen zunehmend Leser und mischen den hergebrachten Buchmarkt auf. Was zunächst als rein technischer Akt erscheint, der Umstieg von den guten alten Druckausgaben auf das digitale Medium, verändert unser Kauf- und Leseverhalten und schafft sich eigene Gesetze, in der Preisbildung, im Marketing, in der Werbung.

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Beelitz-Heilstätten: Vom "Davos für Arme" zur Grusel-Location

Veröffentlicht: Donnerstag, 04. Dezember 2014 Geschrieben von Tanja Stern
Beelitz-Heilstätten war einmal einer der größten Klinikkomplexe Europas. Doch wo einst Tausende von Lungenkranken Heilung fanden, herrscht heute nur noch schöner Verfall.

 

Verschimmelte Wände, halb eingestürzte Dächer und verschüttete Korridorfluchten – eine Verfallskulisse wie im Bilderbuch, die sowohl von vergangener Pracht als auch von gegenwärtiger Vernachlässigung kündet. Hier klicken die Fotoapparate, wenn Irene Krause, die engagierte Beelitz-Spezialistin, mit ihren Touristengruppen über das Gelände zieht. Beelitz-Heilstätten ist das, was man neudeutsch eine angesagte location nennt. Gern wird der Schauplatz für schräge Fotosessions oder als Drehort historischer Filme gewählt, und in den lauen Sommernächten halten hier die Jugendlichen ihre Gruselparties ab.

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Abenteuer Umzug - ein Erfahrungsbericht

Veröffentlicht: Samstag, 06. September 2014 Geschrieben von Tanja Stern
Wie ich es schaffte, mich bei einem einzigen Umzug gleich mit zwei Firmen anzulegen.

 

Gleich bei der allerersten Berührung mit den Berliner Umzugsfirmen zeigte sich, wie überlaufen und wie rabiat diese Branche war. Auf einem der einschlägigen Internetportale hatte ich meine Umzugsabsicht signalisiert und dazu fatalerweise auch noch meine Telefonnummer angegeben. Daraufhin klingelte mein Telefon so penetrant, dass ich nicht mehr zum Arbeiten kam. Dutzende von Firmen boten mir traumhaft günstige Konditionen, wenn sie meinen Umzug übernehmen durften.

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Denkmale im Oderbruch

Veröffentlicht: Donnerstag, 01. Mai 2014 Geschrieben von Gisela Basel

Gisela Basel arbeitet ehrenamtlich im Heimatmuseum Platkow bei Seelow, das sich für die Aufarbeitung der jüngeren Geschichte im Oderbruch engagiert. In ihrem Gastbeitrag informiert sie über die Kriegs- und Friedensdenkmale in ihrer Region.

 

Die Denkmale im Oderbruch sind vielfältig und oft unscheinbar. Sie verdanken wie überall ihre Existenz meistens auf die eine oder andere Art dem Krieg. Keiner würde vermuten, dass das kleine Doppeldorf  Gusow-Platkow es alles in allem auf gut 60 Denkmale bringt: Bodendenkmale, wie Siedlungsplätze aus verschiedenen Epochen der Stein- und Bronzezeit, oder eine slawische Fluchtburg sind nur Eingeweihten und dem archäologischen Landesamt bekannt.

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Zahnarzttourismus und Zahnarztpfusch – ein deutsch-polnischer Rechtsstreit

Veröffentlicht: Mittwoch, 29. Januar 2014 Geschrieben von Tanja Stern
Zahntourismus nach Polen oder Tschechien ist beliebt, und wenn alles gut geht, auch erfreulich preiswert. Doch wenn es schief geht, hat der deutsche Patient kaum Möglichkeiten der Reklamation. Das musste ich erleben, als ich in Küstrin meinen Unterkiefer sanieren lassen wollte.

Diese Grenze sollte man als Zahnarztpatient möglichst nicht überschreiten.Diese Grenze sollte man als Zahnarztpatient möglichst nicht überschreiten.

Diesen Bericht wollte ich eigentlich erst schreiben, wenn der Fall abgeschlossen ist. Aber langsam fange ich an zu fürchten, dass ich dann schon vollständig zahnlos über die Gänge eines Seniorenheimes schlurfen werde. Deshalb präsentiere ich hiermit, bevor sie auf Romangröße anschwillt, die unvollendete Geschichte einer missglückten Zahnbehandlung in Polen. Möge sie allen zur Warnung gereichen, die mit dem Gedanken an Zahnarzttourismus und Schnäppchenpreise im Ausland spielen. 

  • Phase 1: Reklamation

    Die Zahnklinik Medica Dent III, im Besitz der Firma Cercon Schumann Polska, lag im polnischen Teil Küstrins, direkt hinter dem Grenzübergang, und war ganz auf deutsche Kundschaft eingestellt. Im Sommer 2010 verbrachte ich ein paar Urlaubswochen in der Gegend und kam jedes Mal an dem Haus vorbei, wenn ich zum Einkaufen nach Polen fuhr. Eines Tages hielt ich an und erkundigte mich nach den Konditionen für eine Unterkiefersanierung, die bei mir dringend erforderlich war. Die Behandlungsräume wirkten modern, das deutschsprachige Personal war freundlich und entgegenkommend, die Behandlungstermine ließen sich innerhalb meines Urlaubsaufenthalts legen, und die günstigen Preise taten ein Übriges, um mich von den Vorzügen einer polnischen Zahnbehandlung zu überzeugen. Ich nahm das Angebot der Klinik an – einer der größeren Fehler meines Lebens.

    Keine Angst, ich werde mich jetzt nicht über die zahntechnischen Einzelheiten verbreiten. Hier nur soviel: Die eine Unterkieferseite wurde ordnungsgemäß behandelt, die andere dagegen verpfuscht, und zwar dermaßen krass und gründlich verpfuscht, dass kein europäischer Fachzahnarzt daran einen Zweifel hegen könnte. Die Folge war, dass ich den Herbst und Winter 2010 ganz unter dem Joch meiner Zähne verbrachte. Ich konnte nur auf einer Seite kauen, aß nur Weichgekochtes und hatte nur Schmerzen. Wohl ein dutzend Mal legte ich den weiten Weg von Berlin nach Küstrin zurück, ich bestürmte die Klinik mit e-mails, um die Behandlung zu reklamieren; doch die polnische Zahnärztin beharrte darauf, dass alles in bester Ordnung sei. 

    Daraufhin suchte ich reumütig einen einheimischen Zahnarzt auf, gestand ihm mein polnisches Abenteuer und bat kleinlaut um Hilfe. Der Mann hatte wochenlang stramm zu tun, um eine Lösung für die völlig verkorkste Zahnsituation zu finden. Dazu kam ein versicherungstechnisches Chaos, als zu der polnischen Rechnung, die ich eingereicht hatte, auch noch eine deutsche kam. Erst im Frühjahr 2011 war ich wieder in der Lage, kraftvoll zuzubeißen.

  • Phase 2: Das deutsch-polnische Verbraucherzentrum

    Von Anfang an war ich entschlossen, den Pfusch nicht auf sich beruhen zu lassen. An eine Schmerzensgeldforderung dachte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht; doch es erbitterte mich, dass ich für diese Schmerzen soviel Geld ausgegeben hatte, und noch mehr erbitterten mich die langen und sinnlosen Autofahrten, die ich auf mich genommen hatte. Da die Klinik Medica Dent III weder auf Briefe noch auf e-mails reagierte, wandte ich mich an das deutsch-polnische Verbraucherinformationszentrum in Frankfurt/Oder, wo ich um Vermittlung bat. 

    Das deutsch-polnische Verbraucherinformationszentrum ist eine Art Verbraucherzentrale für grenzüberschreitende Angelegenheiten – vom defekten Kochtopf, den die deutsche Hausfrau auf dem Polenmarkt erstanden hat, bis zur Vertragsgestaltung mit der polnischen  Pflegerin für den deutschen Opa. Auch ich war zu diesem Zeitpunkt nichts als eine unzufriedene Verbraucherin, und so nahm sich ein Mitarbeiter des Verbraucherzentrums meines Falles an. Er setzte ein Schreiben an die Klinik auf, in dem mein Anspruch anwaltsmäßig akkurat dokumentiert und begründet wurde. Er ließ es, für mich kostenfrei, übersetzen. Er tat alles, was im Rahmen des Außergerichtlichen möglich war. Doch die juristische Vertretung in deutsch-polnischen Rechtsstreitigkeiten darf das Verbraucherzentrum nicht übernehmen, und so stand hinter seinen Aktivitäten keine Macht, die die Zahnklinik zum Einlenken bewegen konnte. Die Anwältin der Gegenseite teilte in dürren Worten mit, dass kein Behandlungsmangel erkennbar sei, und wies meine – damals noch sehr bescheidene – Schadensersatzforderung zurück.

  • Phase 3: Versicherungsregress

    Nun blieb mir keine andere Wahl mehr, als einen polnischen Anwalt zu nehmen. Vor diesem Schritt hatte ich mich gefürchtet: Bisher waren keine Geldausgaben angefallen, doch ab jetzt musste ich investieren, und zwar mit äußerst unsicherem Ausgang. War es klug, diese Sache weiter zu verfolgen? Warf ich meinem guten Geld nicht schlechtes hinterher? Das Herz blutete mir, als ich den ersten Vorschuss an meinen neuen Anwalt überwies. Doch ungebrochen war meine Entschlossenheit, die Klinik auf keinen Fall davonkommen zu lassen. Auch baute ich auf die Klarheit des Falles: Die Beweise waren so eindeutig, der Pfusch so schlüssig dokumentiert, dass ich mir zutraute, jedes Gericht zu überzeugen. 

    Die erste Frage war: Wen sollte ich verklagen? Die beiden Zahnärzte, die den Pfusch verursacht hatten? Die Besitzer der Klinik, in der sich das abspielte, also in meinem Fall die Cercon-Schumann-Gruppe? Mein polnischer Anwalt schlug mir vor, zunächst die Versicherung der beiden Zahnärzte in Regress zu nehmen. Das sei kostengünstiger und werde im Erfolgsfall den Gerichtsprozess vermeiden. Ich stimmte dem Vorschlag zu, nicht ahnend, worauf ich mich da eingelassen hatte. Die zuständige Versicherung Inter Polska, die europaweit Versicherungen für medizinisches Personal anbietet, entwickelte bei der Bearbeitung des Regressantrags eine Bürokratie, gegen die sich selbst der berühmte deutsche Amtsschimmel wie ein harmloses Pony ausnahm: Da musste die gesamte Zahnbehandlung, auf deutscher wie auf polnischer Seite, lückenlos dokumentiert und übersetzt werden, ganze Stöße von Fragebögen wurden geschickt, selbstverständlich alle auf polnisch, und auf polnisch waren sie von mir auch auszufüllen. Zum Glück hatte ich eine polnische Freundin, die mir bei der Übersetzung half, sonst wäre ich schon an der Bürokratiehürde gescheitert.

    Die Prüfung des Regressantrags erwies sich als Farce mit vorprogrammiertem Ergebnis. Ein „Gutachten“ wurde in Auftrag gegeben, und das gelangte zufällig genau zu dem Schluss, den sich die Inter Polska wünschte: Es war alles in Ordnung, kein Ärztepfusch lag vor. Der „Gutachter“ hatte sich nicht die Mühe genommen, mich und meinen Zahnstatus zu untersuchen, aber offenbar hatte er ausführlich mit der Gegenseite gesprochen und gab zum Teil wörtlich die Statements wieder, die von der beklagten Zahnärztin zu dem Fall abgegeben worden waren. Die Regressforderung wurde abgewiesen.

  • Phase 4: Gerichtsverfahren

    Seit 2014 läuft nun ein Prozess vor dem Amtsgericht Stettin. Zunächst beantragte ich Prozesskostenhilfe für einen im Ausland zu führenden Rechtsstreit und brachte damit die Rechtspfleger des für mich zuständigen Berliner Amtsgerichts in äußerste Verlegenheit: Niemand kannte die Amtswege und Formulare, denn ich war offenbar der erste Mensch, der Prozesskostenhilfe nach den neuen europäischen Richtlinien begehrte. So prächtig auch die Einheit Europas heranblüht, in juristischen Angelegenheiten stehen die Grenzen so fest wie nur je. Mehr als ein volles Jahr verging, bevor der Antrag genehmigt wurde.

    Ein weiteres Jahr beanspruchten die Vergleichsverhandlungen, die aber selbstverständlich scheiterten. Die beklagten Zahnärzte waren siegessicher und zu keinem Entgegenkommen bereit. Und haben sie nicht in der Tat zur Siegessicherheit allen Grund? Sie bewegen sich auf ihrem eigenen Terrain, während ich mich wie durch dichten Nebel taste. Mein polnischer Anwalt macht zwar den Eindruck eines redlichen und intelligenten Mannes, doch ich bin in seine Arbeit nicht einbezogen, ich kann sie nicht prüfen, nicht durch Mitarbeit ergänzen. Im Grunde bin ich ihm ausgeliefert.

    Ein Verhandlungstermin wurde anberaumt, aber in letzter Sekunde verschoben, da einem der beklagten Zahnärzte die Ladung nicht zugestellt werden konnte. Kaum war die neue Anschrift des Zahnarztes bekannt, als der Richter den Verhandlungstermin ganz aufhob und stattdessen plötzlich eine Befragung des deutschen Zahnarztes in Berlin anordnete. Wieder vergingen lange Monate, bevor sich für diese ein Termin fand, und bis das Amtsgericht Stettin das Ergebnis ausgewertet hat, wird sicher doppelt so viel Zeit ins Land gehen. Bin ich argwöhnisch, wenn ich glaube, dass der Prozess systematisch verschleppt wird? Kann es sein, dass die polnischen Gerichtsbeamten nationale Antipathien hegen gegen die hochmütige Deutsche, die in Polen zum Schnäppchenpreis die Zähne richten will und das Ergebnis dann auch noch bemäkelt? Wenn ich all das bedenke, sieht es fast so aus, als könnte ich ungeachtet der eindeutigen Beweislage den Prozess durchaus verlieren. Doch die Chancen stehen gut, dass ich dann schon vollständig zahnlos über die Gänge eines Seniorenheimes schlurfen werde.

  • Lesen Sie zum selben Thema auch den Rechtstipp: Zahntourismus - was ist zu beachten?

    Neuer Gastbeitrag zum Thema von Klaus W. Busch: Zahnersatztourismus in der Türkei - Angebote zwischen billig und preiswert

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Die Faszination des Verfalls - ein Besuch im Spreepark Berlin

Veröffentlicht: Montag, 30. Dezember 2013 Geschrieben von Tanja Stern
Zu DDR-Zeiten als „Kulturpark Plänterwald“ ein vielbesuchter Vergnügungstreff, durchlebte der Spreepark Berlin nach der Wiedervereinigung wechselvolle Zeiten. Jetzt steht er seit über zehn Jahren leer, doch auch sein Verfall ist sehenswert. Ein Bericht über eine der schrägsten Führungen, die Berlin zu bieten hat.

 

Schon von Weitem hört man ein eintönig quietschendes und klagendes Geräusch.  Sind das Vogelschwärme? Oder Waggons in einem endlosen langen Zug, der eine Kurve passiert? Nein, es ist das leere Riesenrad, das sich, allein vom Wind getrieben, langsam um die eigene Achse dreht. Während der Führung durch den Spreepark Berlin wird uns das von Sabrina Witte erklärt: Ein Riesenrad darf man nicht fixieren, da es sonst bei starkem Wind umkippen könnte. Also lässt man ihm seinen Lauf, und der klagende Ton, den es hervorbringt, begleitet uns auf dem ganzen Weg.

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Autowechsel statt Ölwechsel

Veröffentlicht: Donnerstag, 12. Dezember 2013 Geschrieben von Tanja Stern
Wie das Berliner Smart Center seine Umsätze anhebt

 

Im Oktober 2009 suchte ich das Berliner Smart Center am Salzufer auf, da mein Smart fortwo dringend Motoröl brauchte. Aufgrund eines undichten Ventils hatte der Motor zu viel Öl gezogen, und ich hatte, in Unkenntnis der Gefahr, die Sache sehr lange schleifen lassen. Diese Unkenntnis wäre mir beinahe zum Verhängnis geworden.

Im Smart Center gab ich den Ölwechsel in Auftrag, dazu noch ein paar andere Reparaturen, die bei der ersten Durchsicht auffielen, und wiegte mich schon in der Hoffnung, dass mein Problem damit behoben sei. 

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Rentnerabzocke bei Kaffeefahrten

Veröffentlicht: Donnerstag, 12. Dezember 2013 Geschrieben von Tanja Stern

Kürzlich hatte ich mit dem Phänomen der Verkaufsveranstaltungen für Senioren, den so genannten „Kaffeefahrten“ zu tun und habe mich seither ein wenig mit der Materie beschäftigt. Wahrscheinlich brauche ich das Thema gar nicht lang und breit zu erörtern, denn es geht ja oft genug durch Medien und Presse. Umso weniger begreife ich, dass hier von Seiten der Politik nicht längst schon eingegriffen wurde. Diese Verkaufsveranstaltungen sind methodischer Betrug und werden durchweg von Kriminellen organisiert; Ausnahmen sind mir nicht bekannt. Die Drahtzieher verschanzen sich hinter Postfächern und Phantasiefirmen, sind also für die Opfer nicht greifbar, und sie bauen auch ganz bewusst darauf, dass sich Senioren aufgrund ihres Alters schlechter gegen Unrecht wehren können und weder vom Gesetz noch von den Politikern des Schutzes für wert gehalten werden.

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Auf der Suche nach dem Schleppscharnier: Ebay und die Alternativen

Veröffentlicht: Samstag, 30. November 2013 Geschrieben von Tanja Stern

Auf Ebay gibt es bekanntlich fast alles, aber wie steht es mit den Alternativen? Gibt es ein Auktionsleben nach Ebay? Mit einem seltenen Schleppscharnier für einen angejahrten Kühlschrank habe ich die Probe aufs Exempel gemacht und die bekanntesten Auktionsportale abgegrast. 

 

Herr Müller hat ein häusliches Problem: An seiner Kühlschranktür ist ein Plasteteil kaputt. Er stochert eine Weile ratlos im Netz, um die Art und Funktion des Plasteteils zu ergründen. Endlich hat er es: Schleppscharnier nennt sich das Ding. Der Rest ist nun ein Kinderspiel: Herr Müller gibt bei Ebay das Wort Schleppscharnier und den Typ seines schon angejahrten Kühlschranks ein, sucht unter den zahlreich gelisteten Ergebnissen das günstigste Schleppscharnier heraus und kann schon zwei Tage später das gute Stück in seine Kühlschranktür einbauen.

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Das anonyme Heer der Schreibsklaven

Veröffentlicht: Donnerstag, 26. September 2013 Geschrieben von Tanja Stern
Online-Textagenturen haben Konjunktur, doch die Autoren werden jämmerlich bezahlt. Auch ich arbeitete einige Wochen im anonymen Heer der Schreibsklaven.

 

Ebbe in der Haushaltskasse, keine Aufträge in Sicht – da muss die Freiberuflerin neue Wege finden, um das nötige Kleingeld aufzutreiben. Unter Suchworten wie „Geld verdienen im Internet“ stoße ich schnell auf die Online-Textagenturen, die neuerdings wie Pilze aus dem Boden schießen. Hier kann jeder als Autor agieren, der von sich glaubt, einer zu sein. Man meldet sich an, absolviert einen kurzen, leicht zu bestehenden Eignungstest und wird mit einem automatisch erstellten Schreiben als Autor im Portal begrüßt.

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